Ich bin ja eigentlich nicht so der Stöckchen-im-Blog-auffangen-Tollfinder. Zuviel Kettenbrief-Feeling! Aber da ich ja dereinst mit einem meiner ersten Posts kläglich gescheitert bin und die Top-5-Hitlisten meiner mir zugeneigten Umwelt nicht wirklich ermitteln konnte, versuch ich jetzt einfach mal den Umweg übers Stöckchenwerfen. Wie macht man das eigentlich? Muss man das bei einer Denic-Unterabteilung anmelden? Über Technorati erfassen und bei Wiki verwalten? Keine Ahnung… ich fang einfach mal an und guck was passiert…
Also: Das Stöckchen heißt: 5 Songs für die einsame Insel… und ist (wie sollte es hier auch anders sein) relativ einfach gestrickt! Welche Songs würdet ihr auf euren Mini-Mp3-Player packen, den ihr auf eine einsame Insel mitnehmen dürft. Da passen wirklich, wirklich, wirklich nur 5 Songs drauf und die müsst ihr dann hören bis zum Abwinken… sollten also welche sein, die ihr ewig und drei Tage ertragen könntet. Welche würdet ihr auswählen und warum?
I choose:
1. „Jein“ von Fettes Brot. Für mich das Party-Lied schlechthin und die beste Erinnerung an tolle Feiern mit meinen Jungs.
2. „Nuthin but a G Thang“ von Dr. Dre – Erinnert mich an meine Spaceman-RMC-Rapper-Phase und entspannte Zeiten auf dem Viti in Zeven… außerdem einfach der beste Westcoast-Song aller Zeiten.
3. „Beautiful Day“ von U2 – als Erinnerung an das beste Konzert ever! Berliner Olympiastadion im Juni 2006 mit Kaiser Chiefs und Snowpatrol als Vorbands. Und bei dem Song funktionierte dann exakt beim ersten Refrain auf einmal die Monitorwand. Bis heute keine Ahnung, ob das gewollt oder eine Panne war.
4. „Wunderbaren Jahren“ von Sportfreunde Stiller – Mein Lieblingslied von den Sportis, kann ich am besten und richtig laut(h) mitsingen.
5. „48 Stunden“ von Kettcar – naja, ein Liebeslied müsste ja eigentlich schon mit… auch wenn’s eigentlich traurig ist. Aber die Hamburger Schule sollte schließlich vertreten sein. Schweren Herzens hab ich Tocotronic über Bord geworfen… wie so viele andere Songs natürlich auch… aber durften halt nur 5 Songs sein!
So, sorry für den fiesen Mix. Immerhin ist der Candy-Mountain-Song nicht dabei
Aber jetzt mal gucken, ob das Stöckchen wandert. Darf fangen, wer will, aber vielleicht schnappen es sich ja auch die Kollegin Kristin, der Wahl-Mufti Alex, die Ex-Kollegen Christoph und Mosi. Wenn am Ende vielleicht sogar Godfather MC Winkel von der Sache Wind bekommen sollte… ich sag Euch, ich würd’ Sachen machen
Kategorien: Musik
Mit Tag(s) versehen: Insel-Musik, Stöckchen
Hinfort, trübe Gedanken über rasende Alterungsprozesse. Ich bin doch noch jung… und zwar gerade mal knapp über 14. Die Gewissheit kam mir im Netz – und zwar musste ich auf der Arbeit einen drögen Artikel schreiben für eine neue Geschichte recherchieren und musste mich infolge dessen bei der coolen Web2.0-Community des katholischen Nachwuchses registrieren. Klappte auch ganz gut – aber dann kam der Alterstest. Ich dachte schon “ Erwischt, ich bin deutlich zu alt für ein fröhliches Kirchentags-Sit-In“… aber die virtuellen Türsteher wollten gar nicht prüfen, ob ich zu alt bin – sondern ob ich nach gelebten Lenzen überhaupt schon reif für katholischen Community-Content bin. Es galt, knallharte Frage zu beantworten… so im Stile von „Wie wird der Bruder des Vaters genannt?“ a) Mutter, b) Cousin, c) Onkel. Sogar eine kleine Rechenaufgabe gab es – ich war kurz versucht, die Fragen falsch zu beantworten, um mich noch ein bisschen jünger zu schummeln. Hab’s dann aber doch knapp geschafft und bekam bestätigt, dass ich wohl älter als 14 sei. Betonung auf knapp… ich bete jetzt erst mal drei Rosenkränze!
Kategorien: Allgemein Langweiliges
Wenn man alt wird und Sachen macht, die alte Menschen halt gerne machen – und dabei weiß, dass man alt wird und trotzdem kein Problem damit hat… ist man dann eigentlich schon so RICHTIG alt? Oder hat man sich solche Gedanken machend eine jugendliche Distanz zum Altern bewahrt und ist eigentlich nur ein Sympathisant des selbigen? Weil früher bestand ein Sonntag ja meist aus Kopfschmerzen, Aspirin, Müdigkeit und ganz vielen schemenhaften Erinnerungen an eine turbulente Nacht, die auch am Montag noch für ausreichend Gesprächsstoff sorgten. Aber was soll ich denn morgen von diesem sonnigen Zeitumstellungssonntag erzählen? Dass ich spazieren gegangen bin? Dass ich Alsterschwäne fotografiert habe? Und noch viel schlimmer: Dass ich es genossen hab und mit mir und der Welt, von diesen melancholische Anflügen mal abgesehen, ganz zufrieden war?

Vielleicht hätte ich mir gar nicht so viele Gedanken über das Altern gemacht, wenn ich auf meinem MP3-Player nicht Superpunk hätte laufen lassen. Die Jungs haben das neue Album “Why not“ anscheinend größtenteils aufgenommen, um mit ihrer ersten Midlife-Crises klar zu kommen. Zeilen wie „Von acht bis acht - Ich hätt’ es gern gemacht – Baby, ich bin zu alt“, „Ich funktionier nicht mehr - einst war ich zu jung und jetzt bin ich zu alt“ oder „Oh alter Punk – einst war er ein Schmetterling, ein wunderschöner Falter – doch jetzt gleicht er eher Gauklern aus dem Mittelalter“ befeuern trotz aller Ironie mit Vollgas auch das kleinste Fünkchen Melancholie. Trotzdem ein sehr lohnendes Album und ich muss mich bei der jungen Kollegin bedanken, die es mir empfohlen und wahrscheinlich ganz andere, wesentlich fluffigere Assoziationen beim Hören hat. Immerhin: Am Nachmittag waren die leicht angetrübten Gedanken aber endgültig verschwunden… ich hab ordentlich zu Tocotronic gerockt. Dass ich zu „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“ Unkraut im akurat gepflegten Garten gejätet hab, ist vielleicht nicht gerade im Sinne der Erfinder – aber muss man ja auch nicht unbedingt weitererzählen…
Ach ja: Und wenn ich nicht rentnermäßig spazierengegangen und in einer kleinen Pause mein neues Buch rausgeholt hätte, hätte ich die wohl genialsten ersten Zeilen seit langem längst nicht so genießen können, wie ich es heute auf der Bank mit Alsterblick tat. Vielleicht könnt ihr es ja ansatzweise nachempfinden - „Ein Mann wie Holm“ von Matthias Keidtel beginnt mit den formschönen Sätzen „Holm mochte, wenn es bewölkt war, dann konnte man ihn aus dem All nicht beobachten. Er war nämlich davob überzeugt, dass die Satelliten, die um die Erde kreisten, jeden Menschen auf seine Daseinberechtigung überprüften.“ Ich tippe nach den ersten Kapiteln einfach mal, dass ich hier gerade mein neues Lieblingsbuch lese – hoffe dabei aber auf jeder Seite, dass ich bis auf das Alter nicht zu viel mit dem Protagonisten zu tun habe. Ich werde weiter in mich hinein horchen…
Kategorien: Allgemein Langweiliges · Bücher und Literatur
Tag zwei des resturlauberischen Lotterlebens. Ich muss ja gestehen: Mir wird auch bei der geringsten Aktivitätsrate verbunden mit dem denkbar niedrigstem Aufregungsfaktor nie nicht langweilig. Wahrscheinlich könnte ich den ganzen Tag nur aus dem Fenster gucken und würde mich trotzdem noch voller Zufriedenheit darauf freuen, morgen dasselbe noch mal zu machen. Komischerweise hatte ich gestern Morgen trotzdem das Gefühl, dass es nicht der perfekte Start in den Tag ist, lange im Bett zu bleiben und mit “Malcom mittendrin“ sowie „Scrubs“ die schon leicht trockenen Rosinen aus dem Früh-Fernseh-Angebot zu picken. Das soll schon alles gewesen sein? Gibt es da draußen nicht mehr, dass sich lohnt zu entdecken? Deswegen habe ich heute mal was neues ausprobiert und hab zusätzlich auch noch „Spongebob“ genossen. DAS ist Resturlaub nach meinem Geschmack!
Apropos: Ich bin ja kurz davor, mir ein neues Hobby anzulegen. Wer könnte dieser Verlockung widerstehen?





ICH WILL AUCH SO EIN AQUARIUM!!!!
So, und jetzt muss ich weitermachen. Hab mir vorgenommen, die nächsten Resturlaubstage der Fortbildung zu widmen. Ich werde mich zurückziehen und studieren, wie ich meine Kompetenzfelder in Sachen „Command & Conquer 3 – Tiberium Wars“ qualitativ verbessern kann. Denn ich muss mal ganz ehrlich zugeben: Ich habe keinen Skill!
Edit 29.03.:
Und da hatte ich tatsächlich zwischenzeitlich die Angst gehabt, ich hätte meinen Resturlaub sinnlos verplempert… aber heute hat sich die Zeit der Entbehrung, die Qual des Trainings und das Studium der Kriegstaktiken von Nero bis Napoleon doch noch ausgezahlt. Mein Erzfeind, der hinterlistige Dr. C. sah schlechter aus als Tim Wiese in Glasgow und hat im Staub liegend das neue Zeitalter des Obernerds Weltenherrscher Rollinho begrüßen dürfen. Mission accomplishend – Aktion Bildungsurlaub mit Erfolg abgeschlossen: Ich hab doch endlich etwas Skill!
Kategorien: Allgemein Langweiliges · Fernsehen · Spiele · TV · Urlaub
Und dann hab ich es doch wieder getan: ein neuer Blog-Eintrag. Natürlich ruinier ich mir damit alle Chancen. Hatte ich doch den eindeutigen Wink bekommen, beste Chancen auf einen Online-Grimme-Award zu haben – und zwar in der Kategorie „Bester sinnloser Blog, der seit November – völlig zu recht – nicht mehr gepflegt wird“. Nun aber hatte ich doch wieder das Bedürfnis, Einblicke in mein ansonsten langweiliges Leben zu bieten. Viel ist seit November wirklich nicht passiert: Ich habe kurz Lanzarote heimgesucht (unter Kennern auch als das Cottbus der Kanaren bekannt), Silvester allein mit meiner Rakete gefeiert, bei C&C3 online bewiesen, dass ich keinen Skill hab, bin zwischendurch auf der Damentoilette fast gelyncht worden und musste mir von meinem Fahrradhändler anhören, dass ich ihm Schrott abgekauft hätte. Alles nicht so aufregend, als dass es einen eigenen Blog-Eintrag verdient hätte. Aber nun ist es doch passiert – ich hab nämlich etwas gewonnen. Und zwar beim Wahltipp meines Arbeitgebers. Mein Politikstudium hat sich also doch noch bezahlt gemacht – ich hab die Hamburg-Wahl derart präzise vorausgesagt, dass mir der 2. Platz nicht zu nehmen war. Da der Gesamtsieger einen erstklassigen MP3-Player abgestaubt hatte, machte ich mir natürlich auch einige Hoffnungen auf einen adäquaten, silbermedaillesquen 2. Preis – und ich wurde nicht enttäuscht! Seit Freitag bin ich nun stolzer Besitzer eines neuen Zettelblocks mit der Aufschrift meines Arbeitgebers. Andere müssen auf ihre Riester-Rente setzen, im Alter von Sozialhilfe leben oder Pfandpflaschen sammeln – ich aber habe meinen Zettelblock. Falls ich mich also längere Zeit in diesem Block Blog nicht mehr zu Wort melden sollte – dann jette ich wahrscheinlich um die Welt und bezahle gerade den nächsten Cocktail in Acapulco mit einem Zettel aus meinem großartigen Block…
Kategorien: Allgemein Langweiliges
Wenn die Sesamstraßen-Schreiber, Maus-Macher oder sonst andere Erklärbären mal die Steigerung von „peinlich“ anschaulich darstellen wollen, hätte ich da ein Rührstück aus der vergangenen Nacht anzubieten.
Und zwar ereignete es sich nach dem (dank Zaubermaus Olic durchaus unterhaltsamen) DFB-Pokalspiel HSV-Freiburg. Die vielen armen Knilche, die wir trafen, die von ihren Freundinnen zum Take-That-Konzert mitgeschleift wurden, lass ich hier mal unerwähnt… ich denke, denen war das eh schon unangenehm genug, von den HSV-Fans im Shuttle-Bus mitleidig angegrient zu werden. Nein, die erste Peinlichkeit nahm ihren Lauf, als wir in Stellingen in die Buslinie 22 einsteigen wollte und der Busfahrer sich spontan überlegte, dass er ja einfach mal die hintere Tür schließen könnte, während die Leute noch einsteigen. Auf den Protest meines schwer angetrunkenen leicht angeheiterten Kumpels, reagierte er eher wenig gelassen mit wüstem Fluchen, martialischen Drohgebärden und letzlich dem Androhen von Schlägen. Mit anderen Worten: echt peinlich! Wir entschieden uns gegen eine direkte Konfrontation, sondern für kopfschüttelndes Fremdschämen und verzogen uns grinsend in eine hintere Ecke des komfortablen HVV-Gefährts.
Das Grinsen verging uns aber in Stufe 2: Denn noch peinlicher ist es, wenn man nach so einer Aktion erkennt, dass man verkehrt eingestiegen ist und mit der 22 in die falsche Richtung fährt. Wir also schnell per Knopfdruck unseren unbedingten Willen zum Ausstieg bekundet und – das konnten wir uns nicht verkneifen, Geißel Alkohol sei Dank! – unter großem Gefeixe in Richtung Busfahrer an der nächsten Station ausgestiegen.
Das hatte ja auch noch etwas komisches, dachten wir so bei uns, als wir knapp zehn Minuten auf der anderen Straßenseite auf den nächsten 22er in die richtigen Richtung warteten. Das Ende der Komikfahnenstange aber nahte: Wie der geneigte Leser sich vielleicht denken kann, ist es echt am peinlichsten, wenn man beim Einsteigen registrieren muss, dass es sich wieder um denselben Busfahrer handelt, der bereits auf seiner Rücktour war. Er erkannte natürlich seine Spezies mit den HSV-Zipfelmützen, verpasste uns aber wider Erwarten keine Schellen, sondern gab uns nur ein paar gutgemeinte Sprüche mit auf den Weg. An Brocken wie „Jetzt aber mal die Fresse halten“ oder „Haltet Euren Kumpel jetzt mal schön am Schlüpper fest“ konnte ich mich heute morgen leider noch erinnern.
Kategorien: Allgemein Langweiliges
Okay, folgende Situation (vielleicht in einem Assessment-Center, letzte Runde, nur noch zwei Mitbwerber):
Stellen Sie sich vor, Sie wären eine mäßig aussehende Bedienung in einer früher mal angesagten Cocktailbar. Sie sind nicht gerade Eva Mendez, sondern eher so Typ Hammerbrook-Queen… also dort tätowiert, wo gut erzogene Hanseatinnen sonst Bikini-Streifen haben. Die Bar ist mittlerweile nicht mal mehr halbvoll. Die wenigen gut aussehenden Typen haben sich vor drei Stunden verabschiedet. An der Theke sitzt nur noch ein mäßig nüchterner Bebrillter im Holzfäller-Hemd. Wie fangen Sie jetzt einen Smalltalk an, um wenigstens noch ein halbwegs anständiges Trinkgeld rauszuschlagen? Lassen Sie sich ruhig 5 Minuten Zeit…
Sehr gut! Natürlich gibt es die volle Punktzahl für die keck gestellte Frage „Kennst Du Dich mit Computern aus? Lohnt sich eigentlich dieser 500-Euro-Laptop aus der Media-Mark-Werbung?“ Der Nerd ist dankbar, fühlt sich verstanden und blüht erstmals am Abend richtig auf. Ihre Antwort verrät mehr als einen Anflug von Schwarmintelligenz, „Social skills“ müssen Sie nicht extra in der Wikipedia nachschlagen!
Ich hab ihr übrigens davon abgeraten. Das Teil ging gar nicht!
Kategorien: Allgemein Langweiliges
Wenns für Ängste Geld geben würde, könnte ich jeden Tag mit Champagner meinen Rasen sprengen und mit Kaviar meine Reifen flicken. Ganz schlimm sind ja meine Panikattacken beim Arztbesuch. Von überdimensionierten Spritzen fang ich hier gar nicht erst an. Ich krieg ja schon beim Anblick einer Blutdruckmanschette Schweißausbrüche, beim Pulsmessen halt so richtig Puls. Und wie es sich für einen ordentlichen Profi-Schisser gehört, hab ich natürlich auch Flugangst. Wie passend, dass ich Anfang November gen Kalifornien abhebe…
Und eine Angst-Neurose wird auch erst dann richtig schön, wenn man sie schon vor dem eigentlichen Happening intensivst ausleben kann. Also träume ich schon seit einigen Wochen regelmäßig von bizarren Fernreisen voller traumatischer Erlebnisse. Heute nacht war’s aber zur Abwechslung mal ganz schön, ich war zu Gast in Cancun. Ich kann die Reise nach Mexiko wirklich wärmstens empfehlen: Tolle Strände, kräftige Brandung, nette Lokale und mit dem Bus lässt sich das von Adlern dominierte Hinterland günstig und einfach erkunden. Lediglich der militärische Absperrzaun um unsere Ferienanlage und die teilweise recht aggressiven Affen am Strand fielen mir negativ auf. Ich hab leider den genauen Namen meines Resorts nicht erträumen können, sonst hätte ich die vielen kleinen Details wie das Badezimmer mit den zwei Türen ausführlichst bei holidaycheck beschrieben.
Eigentlich brauch ich gar nicht mehr richtig in den Urlaub fahren; mein Traum war so intensiv – ich fühlte mich am Morgen richtig erholt. Dabei hätte ich mich selbst im Schlaf eigentlich wundern sollen, dass ich dort zufällig auf einen alten Studienkumpel traf, dessen letzter Großurlaub eine halbtägige Butterfahrt nach Dänemark war… aber ich war wohl zu sehr damit beschäftigt, vor den Bissen der Affen in die rettende Brandung zu fliehen…
Kategorien: Allgemein Langweiliges · Urlaub
Mit Tag(s) versehen: Angst, Cancun, Flugangst, Traum, Urlaub
Einmal muss man sich seinen ich mich meinen Ängsten stellen. Okay, ich hätte den ganzen Tag nichts anderes zu tun, wenn ich an solche Sprüche glauben würde. Aber heute hab ich dem alten Kollegen Schisser mal ins Gesicht gelacht – und bin einen alten Feldweg entlang geradelt, der für mich 36 Jahre lang Sperrgebiet war. Sah für mich immer aus wie eine Jogging-Strecke gelangweilter Orks. Ein ausgelatschter Trampelpfad der Vietcong wirkte dagegen wie der Broadway an Silvester. Heute ich also Augen zu und durch. Streng genommen blieb mir keine andere Wahl… hatte mein radelndes Trainingspensum nach dramatischen Zwischenfällen doch merklich abgenommen und ich war auf meiner heimischen Bergetappe kurz vorm Zusammenklappen. Eine Abkürzung musste her. Ich also ohne zu blinken rechts in die Allee der Angst rein – und die ersten Meter waren so schlimm wie befürchtet. Ein sumpfiger, morastiger Weg, der direkt nach Mordor zu führen schien. Als ich kurz davor war, wieder umzudrehen, sah ich aber zu meiner eigenen Überraschung schon die ersten mir bekannten Häuser. Mordor musste warten, good old Zeven hatte mich wieder. Die Abkürzung hatte ihren Namen redlich verdient… wenn ich die Strecke schon früher mal gefahren wäre, hätte ich täglich einige Minuten, monatlich einige Stunden und insgesamt mehrere Jahre wertvolle Lebenszeit einsparen können. Bei konsequenter Nutzung dieser Abkürzung wär ich jetzt wahrscheinlich einige Jahre jünger und könnte mich jetzt noch einmal für mein Erstsemester eintragen.
Erkenntnis des Tages: Der gerade Weg ist nicht immer der kürzeste. Abkürzungen halten jung. Und meine Kondition ist bei Weitem beschissener als die von Hape Kerkeling am Anfang seines Jakobswegs…
Kategorien: Allgemein Langweiliges · Zeven