Ich am Samstag mal wieder ganz groß Pedalero. Bin ja mittlerweile nicht nur in der Republik allein für meine fahrradesken Glanztaten bekannt. Ich also auf einer neuen Trainingsstrecke in den Zevener Bergen unterwegs, als mich plötzlich so ein riesen Insekt angreift. Es rast auf mich zu - und knallt voll auf mein Ohr. Hektisch greif ich mir an selbiges – und merke, wie ein großer fester Gnubbel bereits ziemlich tief drin sitzt. Mal ganz offen: Selbst ich, der schon Kung-Fu-Kämpfer und ägyptische Hühnergrippe niedergerungen hat, reagierte panikartig – und riss mir das Ding schnellstens aus der Muschel. Ich war zu schnell, als dass es mich noch stechen konnte… und genauso blitzartig stieg auch eine gute Portion Eigenscham in mir hoch. Denn auf einmal fiel mir wieder ein, dass ich auf meinem wilden Ritt musikalische Begleitung gewählt hatte. Und dass das Ding im Ohr einfach nur der Ohrstöpsel meines MP3-Players war. Gut, dass in den Zevener Bergen sonst nicht allzuviel Publikum unterwegs ist…








2 Antworten bis hierher ↓
kobi // Juni 19, 2007 um 10:10
sehr schöne geschichte! auch den titel find ich gradezu sensationell!
Abkürzungen und Erkenntnisse « Sinnfrei 2.0 (Leider langweilig) // September 16, 2007 um 9:47
[...] durch. Streng genommen blieb mir keine andere Wahl… hatte mein radelndes Trainingspensum nach dramatischen Zwischenfällen doch merklich abgenommen und ich war auf meiner heimischen Bergetappe kurz vorm Zusammenklappen. [...]