Ich persönlich finde ja, dass das Kicker-Managerspiel überschätzt wird. Oder um mit „Selig“ zu sprechen: So richtig wichtig ist das nicht.
Dieser Standpunkt hat jetzt natürlich nichts damit zu tun, dass ich am Wochenende richtig abgekackt nicht optimal gepunktet habe, sondern weil ich seit meinem letzten Eintrag mittlerweile reifer geworden bin und aus diesem Alter für Glücksspiele einfach raus bin. Zumindest bis zum nächsten Wochenende… vielleicht fall ich dann bei besserer Punktausbeute in meinem Reifungsprozess auch wieder ein wenig zurück…
Immerhin: Der HSV hat gewonnen und kein Spiel für die Tonne abgeliefert. Aber ich werde meine neu erlangte Reife abermals demonstrieren und bei der Kollegin nicht weiter in der Wunde rumprökeln. Weder ein Kommentar zu Klimo, Kuba & Co. noch zu Lauth oder Beinlich. Ein Punkt ist schließlich besser als wie nix
Die Zeit der Vorbereitung ist vorbei – ab heute gehts wieder um Punkte… in der Bundesliga – und vor allem beim Kicker-Managerspiel. Nie war die Vorbereitung härter – UI-Cup ist nix dagegen. Schließlich mussten insgesamt vier Interactive-, vier Classic-Mannschaften sowie ein Zweitliga- und ein Pro-Team aufgestellt werden. Das Projekt „Doppelte Titelverteidigung“ entpuppte sich in der Tat als intensiver Zeitkiller, der mich im Büro nach Feierabend etliche Stunden gekostet hat. Da muss die ran-Datenbank bis 1997 ausgewertet werden, die Talente aus Gabun und Japan anhand lokaler Zeitungsberichte bewertet und die Konkurrenz mit abfälligen Sprüchen über ihre Spielerauswahl frühzeitig demoralisiert werden. (Letzteres fällt natürlich leicht, wenn sich eine Kollegin frühzeitig zu Benny Lauth bekennt. Ich sag nur: eine Konkurrentin weniger…)
Aber genug der Sprüche – wichtig is ufn Platz… Zum Einstimmen daher eine schöne Cover-Version des ultimativen Fußballlieds mit stimmungsvoller Handy-Untermalung, schön schräger Einstellung, unwilligen Gesangspartnern und leichten Textschwierigkeiten. Und jetzt alle: „Wer wird Deutscher Meister? H-H-H-HSV!“
Gerade beim Herrn Knüwer Kluges über die Zerstörung des Fernsehens gelesen – und mich trotz des drohenden Flimmer-Untergangs über schöne Alternativen wie die Abenteuer von „Kloß und Spinne“ gefreut. Ruhig mal reingucken!
Jetzt, nachdem Christine Frau Konradi sich als singende Seelenverwandte geoutet hat, brauch ich ja nicht mehr mit meinem geheimen Hobby hinterm Berg zu halten. Auch ich fühle mich zur musikalischen Lautgabe hingezogen … und mache das nicht nur unter der Dusche oder „aus Versehen“ in der U-Bahn – sondern hatte auch mit meinem professionell angehauchten Chor schon einen großen Auftritt. Ich hab den mal ganz rampensäuisch bei Youtube hochgeladen. Wer mich nicht persönlich kennt: Ich bin der mit dem weißen Hemd, der nachher auch noch eine kesse Sohle aufs Parkett legt!
Profi-Blogger, also die ohne jeglichen Katzencontent, verwehren sich ja immer dagegen, Blog mit „Internet-Tagebuch“ zu übersetzen. Ich als alter Rebell mach das heute einfach mal und zeichne die ersten Stunden eines ganz und gar ungewöhnlichen Tags nach. Denn heute sind schon zweierlei Ungewöhnlichkeiten passiert: Zum einen bin ich FRÜH aufgestanden! Das passiert mir sonst nie (außer, ich hab die beknackte Frühschicht abbekommen)… ich lieg eigentlich mindestens bis 8 Uhr semikomatös im Bett, bevor ich mal vorsichtig ein Augenlid öffne. Heute gings aber schon um 7 aus den Federn - Großeinkauf im Supermarkt stand an. Jetzt aber komisch: Ich komm ich mir auf einmal so fleißig und irgendwie sinnvollmitmeinerzeitumgehend vor… ganz merkwürdiges Gefühl!
Die zweite Ungewöhnlichkeit ist ungleich spektakulärer: Ich brauch ja sonst morgens immer meine Routinen. So ess ich nun solange ich denken kann (also ungefähr 20 Jahre) morgens immer genau zwei Toast (wobei der erste immer mit Nutella sein muss und ich mich beim zweiten je nach Tageslaune für Honig oder Marmelade entscheide) und trinke dazu eine Tasse leckeren Instant-Zitronentee. Das muss einfach sein! Und wenn ich auf der Arbeit ankomme, mach ich mir nochmal eine Kanne Tee (Kaffee gibts immer erst nachmittags!). Heute stand mir aber der Sinn nach etwas Verrücktem… haltet Euch fest: Ich hab zum ersten Mal zwei verschiedene Teebeutelgeschmacksrichtungen in die Kanne gehängt!!!! Crazy, oder?
Ich am Samstag mal wieder ganz groß Pedalero. Bin ja mittlerweile nicht nur in der Republik allein für meine fahrradesken Glanztaten bekannt. Ich also auf einer neuen Trainingsstrecke in den Zevener Bergen unterwegs, als mich plötzlich so ein riesen Insekt angreift. Es rast auf mich zu - und knallt voll auf mein Ohr. Hektisch greif ich mir an selbiges – und merke, wie ein großer fester Gnubbel bereits ziemlich tief drin sitzt. Mal ganz offen: Selbst ich, der schon Kung-Fu-Kämpfer und ägyptische Hühnergrippe niedergerungen hat, reagierte panikartig – und riss mir das Ding schnellstens aus der Muschel. Ich war zu schnell, als dass es mich noch stechen konnte… und genauso blitzartig stieg auch eine gute Portion Eigenscham in mir hoch. Denn auf einmal fiel mir wieder ein, dass ich auf meinem wilden Ritt musikalische Begleitung gewählt hatte. Und dass das Ding im Ohr einfach nur der Ohrstöpsel meines MP3-Players war. Gut, dass in den Zevener Bergen sonst nicht allzuviel Publikum unterwegs ist…
Grad beim Aufräumen auf meinem Speicherboden entdeckt: Dürfte sich um ein Monet-Gemälde aus seiner bislang eher unbekannten Heiligendamm-Phase handeln. Finanzstarke Kunstsammler dürfen sich gerne bei mir melden!
ich hab nochmal über unser Zusammentreffen nachgedacht – und immer noch Schwierigkeiten damit, Dein „Ey Arschloch, ich hau Dich um“ als aufrichtige Entschuldigung dafür zu akzeptieren, dass Du mir mit Deinem BMW die Vorfahrt genommen hast. Auch Deine sehr laut vorgetragene Annahme, Deine Erfahrung von „12 Jahren Kung-Fu“ werde in der Straßenverkehrsordnung irgendwie höher gewertet als mein Vorfahrtsrecht als Fahrradfahrer, hab ich nochmal nachrecherchiert – und kann sie nicht bestätigen. Aber ich will gerne zugeben, dass ich ebenfalls einen Fehler gemacht habe: Ich hätte nach der Vollbremsung auf regennasser Fahrbahn nicht gegen Dein Heckfenster pochen sollen – ein einfacher Tritt auf Deine gottverdammten Kotflügel hätt’s auch getan…
Schon seit Jahren stehe ich Visier der Nörgler, Kritiker und Verschwörungstheoretiker. Und es sind immer wieder die selben Anschuldigungen, mit denen ich mich rumschlagen muss: Du sympathischer Jungmillionär, heißt es da meistens, du bist einfach zu erfolgreich, dein Leben ist zu aufregend, als dass das alles mit rechten Dingen zugehen kann. Ein Raunen geht durch die Blogosphäre: Rollinho – bloß ein aufwändig inszenierter Fake, der selbst LonelyGirl15 in den Schatten stellt? Sein Blog – alles nur ein geschickt eingefädelter Werbefeldzug eines Lifestyle-Konzerns? Diese tollen Fotos – von einer professionellen Agentur in Auftrag gegeben? Und auch immer wieder heißt es: Diese geschliffenen Texte – wie sollen die ohne EPO oder Flugbenzin entstanden sein?
Um diese Vorwürfe ein für allemal zu entkräften, wird auch mir nichts anderes übrig bleiben, als eine Pressekonferenz einzuberufen. Zugeben werd’ ich wohl müssen, dass ich über einen längeren Zeitraum, auch beim Verfolgen der Tour de France im TV, auf eigenes Betreiben hin Leberwurststullen zu mir genommen habe. Eine testweise Einnahme von Silberzwiebeln habe ich aber nach nur einer Woche wieder beendet. Notfalls gebe ich darauf mein Ehrenwort… ich wiederhole: mein Ehrenwort!
Falls noch jemand Zweifel gehabt haben sollte, dass ich der größte Fußballexperte nach Ernst Happel und und Lothar Matthäus bin: Zwei Liga-Siege im Managerspiel von Kicker.de sprechen wohl eine deutliche Sprache.
Hmm, die Überschrift ist ja auch schon ein bisschen dick aufgetragen. Vielleicht sollte ich es zur Abwechslung doch mal ein wenig hanseatisch-bescheiden angehen lassen. Also neuer Einstieg:
Ich bin unwürdig! All die Vorbereitung für die Katz! Erneut ein Grund für meine Freundin, mich auszulachen! Wie konnte das bloß passieren? Ich habe mit drei Mannschaften am Kicker-Managerspiel teilgenommen – und lediglich mit zwei Teams den Gesamtsieg in den jeweiligen Ligen geholt. Bei AOL und beim NDR kam natürlich wie erwartet keiner der Fußball-Laien (sogar Frauen waren dabei!) an mir vorbei – mit meinem AOL-Unschlagbar-Team kam ich dank hart erkämpften 1.101 Punkten immerhin auf Platz 2.533 von 216.510 Teilnehmern. Aber meine dritte Mannschaft in der Stadtparkkicker-Liga schaffte nur den vierten Platz. Das tut schon weh. Und dabei kann ich doch rechts wie links…
Jammern hilft jetzt nichts mehr… es beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison. Schnitzer wie das Übersehen von Diego zu Saisonbeginn oder der verspätete Kauf von Hinserienhalblingen wie Pantelic dürfen nicht erneut vorkommen. Ab jetzt wird jedes Testspiel genauestens analysiert, Kicker und Sportbild Zeile für Zeile studiert und die Statistiken bis in die Oberligen gepaukt. Triple-Triumph, ich komme!