Monatsarchiv: November 2006

Jetzt erst recht!

Der Nicole-Schock ist halbwegs verdaut… den Pogues sei Dank. Und für alle, die jetzt auch langsam mal in Vorweihnachtsstimmung kommen wollen – hier das schöne Video von „Fairytale of New York“. Got a lucky one!

Und die Hölle schlug sofort zurück

Wer bisher Anhänger der weitverbreiteten Meinung war, „Last Christmas“ von Wham wäre das schlimmste aller Weihnachtslieder, wurde heute auf dem ZDF eines besseren belehrt: „Last Christmas“ gesungen (kann man das noch so nennen?) von Nicole verdirbt auch dem größten Lebkuchenesser jegliche vorweihnachtliche Stimmung. Ich muss schnell noch mal „Fairytale of New York“ von den Pogues einlegen, um dieses Schockerlebnis schnell zu verdrängen…  

Wer noch ein Geschenk für den Erzfeind sucht: Mit Nicoles Weihnachts-CD kann man nicht allzu viel verkehrt machen… 

Wie ich Satan über den Tisch zog

Mal eine Frage an Theologen, Ethiker und vordringlich auch an Rechtswissenschaftler: Muss ich eigentlich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich einen bundesweit nicht unbekannten Unterhaltungselektronikmarkt um eine Playstation 2 behumpst habe?

Kurz zum Hintergrund: Ich habe mir eine PS2 im Bundle mit „Buzz – Das Musikquiz“ gegönnt und bin an der Kasse überraschenderweise statt der erwarteten 159 nur um 55 Euronen gebeten worden. Und obwohl ich vor lauter Aufregung prompt meine EC-Karten-Pin falsch eingegeben hatte und den zwei (!) Ladies an der Kasse damit unfreiwillig noch mehr Bedenkzeit einräumte, scheiterte der Tausch Ware gegen Geld nicht am schnäppchenesken Preis. Größer als die Zweifel Zweifel an der Preisgestaltung der Spieleabteilung war allemal das Gegacker über meine falsche Pin-Eingabe.

Doch der Triumph über die geschenkte Playstation verflog schnell. Als Sohn eines Amtsgerichtsdirektors schlagen mir solche krumme Geschäften gleich auf den Magen und spätestens am nächsten Morgen auch aufs Gewissen. Wer muss für diesen Deal am Ende haften? Der spendable Leiter der Spieleabteilung? Die gackernden Kassiererinnen? Wahrscheinlich und gerechterweise doch der gollumgleiche Käufer, der sich an der Kasse lieber auf die Zunge biss, als auf den doch so augenfälligen Differenzbetrag hinzuweisen. Die Schergen des Handelsriesen werden mich bestimmt früher oder später erwischen… nicht zuletzt meine EC-Karte wird sie auf meine Spur bringen. (Merke: beim nächsten Elektronik-Einkauf immer genug Bargeld dabei haben!)

Wenn ich also demnächst nichts mehr posten werden, hat mich die Polizei bereits in ein dunkles Verlies geworfen. Wahrscheinlich komme ich nicht einmal mehr dazu, die neue PS2 auszuprobieren. Schließlich handelt es sich ja um ein Weihnachtsgeschenk von Mutti, das ich mir traditionellerweise immer nach reiflicher Überlegung selbst beschere.

P.S. Immerhin ist mein Gewissen gegenüber Mutti rein. Ein Kollege, den ich namentlich lieber nicht nennen will, hatte mir doch tatsächlich die Frage gestellt, ob ich der Frau Mama denn reinen Wein eingeschenkt oder aber die gesparten 105 Euro selbst eingestrichen hätte. Natürlich hab ich mir nur 55 Euro wiedergeben lassen – und gleich noch 59 Euro für „Singstar Legends“ in Empfang nehmen dürfen. Muttis lassen sich doch auch nicht lumpen!

Was sonst noch wichtig ist

Nein, ich will immer noch nichts zum HSV schreiben. Vielleicht gibt’s ab Samstag ja neue Motivation. Entweder ist die Wende da oder Doll weg. Ich befürchte ja fast letzteres. Aber jetzt wirklich Themenwechsel!

Wie wärs mal wieder mit einem Video? Lange keins mehr gepostet. Ich könnte zum Beispiel den Tipp meiner NDR-Kollegin Frau Bädermann aufgreifen (genau, das ist die, die – äußerst erfolgreich – ihre Kicker-Manager-Mannschaft mit lauter Spielern aufgestellt hat, die alle mit B beginnen)  und das Video von  OK Go empfehlen. Die Jungs aus Chicago sind bislang irgendwie an mir vorbei gegangen, sind wohl schon mehr als nur ein Geheimtipp. Bester Beweis: RTL und Sat.1 haben wohl auch schon über die Band und ihre lustigen Videos berichtet, die man ganz web2nullig umsonst und draußen im Netz bewundern kann. Die Choreographie ist jedenfalls einmalig!

Ich sach jetzt nix mehr

Nein! Ich habe gestern nicht mehr auf den HSV gewettet. Immerhin hab ich kein Geld verloren. Nur viel Hoffnung und Zuversicht. Zum HSV möchte ich jetzt eigentlich gar nichts mehr schreiben. Solange wir keinen bundesligareifen Torwart und halbwegs treffsichere Stürmer haben, wird sich wohl nicht viel ändern… Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh… Ich geh jetzt wieder in den Keller, um zu weinen…

„In Hamburg brennt der Daum“

So titelt die Bild Hamburg im heutigen Sportteil zur Lage beim HSV. Die Gerüchte, die sich seit Wochen in Hamburg halten, werden also wieder angefacht. Steht Christoph „Schneemann“ Daum tatsächlich bereit, um die Hamburger bei einer Klatsche in Stuttgart oder gar einer Heimpleite gegen Gladbach zu übernehmen? Präsident Hoffmann soll ja ein großer Bewunderer des Bundesligarückkehrwilligen sein…

Mit der Heimpleite gegen Gladbach rechne ich übrigens fest – eine typische Geschichte, die das Fußball-Leben schreibt: Die Truppe von Jupp Heynckes mag zwar auswärts alles verlieren… aber ausgerechnet in Hamburg gelingt „Osram“ der erste Dreier auf fremdem Platz. Die Schlagzeile „Gladbach besiegt den Auswärtsfluch“ kann in den Redaktionen schon mal gebastelt werden. Spart Samstag bestimmt viel Zeit…

 Momentan überlege ich noch, ob ich bei Bwin.de die gute Quote (1:4,3) auf den HSV-Auswärtssieg mitnehmen sollte. Als alter Quotengeier macht mich das natürlich an. Da ich aber von bis dato von knapp 20 bwin-Wetten nur eine gewonnen habe, will ich den HSV nicht auch noch mit diesem schlechten Omen belasten. Läuft eh schon scheiße  genug…

Das ganze kann man eigentlich nur noch mit Galgenhumor nehmen. Und da hat mir NDR 2 heute aus der Seele gesprochen. Ein kleines Rührstück nach dem Motto: „Was wäre wenn…. der HSV weiterhin an Doll festhält“. Ich will nicht zu viel verraten – aber das Kellerduell gegen Herzlake 2009 vor 30 mitgereisten HSV-Fans hat schon was 😉

http://www1.ndr.de/ndr_page_audio/0,,OID3315510_VID3317928,00.html 

Tschö mit ö

Dinge, von denen wir uns im Herbst verabschieden“ lautet eine kleine feine Serie meines  bloggenden Kollegen Christoph. Ich hätte da noch einen Vorschlag für einen weiteres Dings: In diesem Jahr auf jeden Fall vom Spaß im Sport. Zumindest wenn man Hamburger sowie Fan der Freezers und/oder des HSV ist.

Schon der Dienstag war düster. Der goldene Oktober war gerade dabei sich zu verabschieden… und nahm dabei gleich den Spaß aus dem ehemaligen Spaßtempel des „Planet Ice“ mit. Okay, ich bin kein echter Eishockey-Experte, aber selbst ich habe erkannt, dass die Freezers ganz ganz schlechten Sport gezeigt haben. Die Omi neben mir hatte das übrigens genauso gesehen.  Und wer sie gesehen hat, fragt sich auch gleich noch, wo denn das junge Party-Volk der Colina geblieben ist. Die Zuschauer hätte ich eher bei der Jahreshauptversammlung des Kegelclubs „Alle Neune“ in Glinde vermutet. Egal – immerhin war es in der Halle warm!

Das konnte man am Mittwoch nicht wirklich behaupten. Gefroren und verloren lautete das Fazit des Abends. Der HSV verlor in Eiseskälte (Mutti hatte mir morgens leider nur eine Jeansjacke rausgelegt) auch das vierte Spiel in der Champions League und verabschiedete sich fürs erste (sprich: die nächsten 3-9 Jahre) von der europäischen Fußball-Bühne. *klimpergeld ins phrasenschwein werf* So frostig die Temperaturen, so erbärmlich das Spiel. Das musste mir diesmal auch keine Omi neben mir einflüstern – das haben ALLE im Stadion gesehen. Die Hamburger präsentierten sich als total verunsicherter Hühnerhaufen ohne spielerisches Konzept. Nach dem Anschlusstor durfte man mal für 10 Minuten richtigen Fußball bewundern – aber das ist natürlich für die Königsklasse zu wenig. Europa lacht also weiterhin über den HSV, die Bundesliga kann ob der Fünf-Jahres-Wertung nur kotzen und Trainer Doll dürfte die Frage, ob der die Mannschaft überhaupt noch erreicht, wohl bald doch noch mal überdenken müssen.