Monatsarchiv: Januar 2007

Spiel den Google (ja, mir ist langweilig)

Denk ich an Google, gräm‘ ich mich zuallerst immer noch wegen der satten Aktiengewinne, die ich leider nicht einstreichen konnte, weil ich dereinst mal wieder zu feige zum investieren war. Als zweites kommt mir bei Google immer ein schokoriegelverspeisender Dr. Kobi in den Sinn. Als nächstes vielleicht auch so was wie „Domain-Verlust“ oder „Ego-Surfing“ – spätestens dann aber das Thema „lustige Bürospiele“. Den Plan hätten sich Pinky & The Brain nicht besser ausdenken können: Weltherrschaft erlangen, in dem wir den Leuten einen virtuellen Spielplatz aufbauen und sie geistig versklaven. Dr. Kobi werde ich demnächst mal zu den weiteren Versklavungsplänen interviewen… solange spiele ich aber weiterhin die vielen kleinen Games, die rund um die Google-Suche gebastelt worden sind. Hier mal meine kleine Hitliste: 

  1. Guess the Google (Anhand von Bildern unter Zeitdruck das Google-Suchwort erraten) 
  2. Image Labeler (Noch ein Spiel mit Bildern –  sogar ein offizielles aus den Googlelabs, das gleichzeitig dazu dient, die Bilder zu vertaggen)
  3. Capture the map (Strategiespiel, in dem man mit gezielter Eingabe von Suchwörtern (und den Geodaten der Ergebnisse) möglichst mehr Länder besetzen muss als der Gegner)

Hab ich was gutes vergessen? Dann bitte in die Kommentare schreiben!

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Vom Winde verweht

Auf eine stürmische WM in Südafrika können wir uns jetzt schon freuen!

(Danke Holger für den Youtube-Tipp)

Große Momente der Weltgeschichte

Die wahrlich großen Geister der schöngeistigen Literatur hatten bekanntermaßen ihre wertvollsten Eingebungen immer auf dem stillen Örtchen. Wieder ein Beleg dafür, dass ich nicht dieser Gruppe zähle. Denn meine kleinen Geistesblitze hab ich – wenn überhaupt – immer nur auf dem Fahrrad. So wie eben. Ich glaube, es war sogar eine sehr große Eingebung. Kategorie „Grimme-Preis“ mit Tendenz zu „Pulitzer“. Isch schwöre. Aber bis ich erstmal am Rechner saß und meine Gedanken in Tastendrucke umsetzen konnte, war schon alles weg. Rudimentär erinner ich mich noch an zwei Sachen:

1. Es ging um die groß angekündigte Sturm-Arie namens „Kyrill“, die in diesen Stunden eigentlich Hamburg hätte heimsuchen müssen, sich aber als laues Lüftchen mit mäßigem Beregnungsfaktor entpuppte. Ich glaube, ich fühlte mich zwischenzeitlich schuldig, weil ich am allgemeinen Panicmaking aktiv beteiligt war (ich gebs zu: meine heutige Nachrichtenschicht war fast genauso stressig wie an 9/11) und im nachhinein zur Überzeugung gekommen bin, dass mittlerweile jeder halbwegs kräftige Wind zum Todes-Orkan hochstilisiert und auch jeder Flockenfall als Schneechaos verwurstet wird. „Schuldig im Sinne der Anklage“ war wohl das, was mir auf dem pedalbetriebenen Weg nach Hause in den Sinn kam. Im Nachhinein zeigte es sich aber, dass „Kyrill“ nur Hamburg links liegen ließ und in Restdeutschland umso stärker zuschlug. Insofern Gewissen wieder halbwegs beruhigt. 

2. Musste ich (und hier kommt der Gedanke, vom dem ich spontan annehme, dass er sich zur Abwechslung mal lohnt, weiter verfolgt zu werden) beim Nachhauseradeln nebst mp3-Beschallung an Nick Hornbys „High Fidelity“ denken musste. Genau – an die fast schon sprichwörtlichen „Top Five“-Listen. Hab nämlich gerade (ich schäm mich jetzt einfach mal nicht) Seals „Newborn Friend“gehört und spontan entschieden, dass dieser große Song in meine persönliche „Top Five“ gehört. Also in die echte „Top Five“, die in irgendeiner Weise auch den eigenen Lebensweg, den Lebenswandel, die Selbstfindung – ach keine Ahnung, einfach die persönlichste Track-Auswahl symbolisiert, die mit dem momentanen Zeitgeist nicht viel zu tun haben. Quasi die eigenen Milestones des Musikgeschmacks – ich kanns nicht besser in Worte fassen.

Zum Punkt kommend: Ich kann bisher nur drei der verlangten fünf Hits benennen. Die da wären:

1. Dr. Dre „Nothing but a G thang“ (Meine Rap-Phase)

2. Seal „Newborn Friend“ (Meine melancholische Phase, begünstigt duch die bis heute einzig gute ZDF-Serie „Unter 30“)

3. Badtown Boys „My Baby loves me“ (Meine Soft-Punk-Phase)

3. Fettes Brot „Jein“ (Für viele tolle Partys)

Die nächsten zwei Lieder lass ich mir noch mal durch den Kopf gehen. Das ist schließlich nichts, was man in bierseliger Laune übers Knie brechen sollte. Aber falls das hier überhaupt jemand lesen sollte – Ihr könnt gerne mal Eure eigenen Top-Five-Listen posten. Würd‘ mich freuen…

Nachtrag: Im Bett fiel mir noch der nächste „must have“-Song ein:

4. U2 „Beautiful day“ (Mein Favorit nach dem genialen Konzert in Berlin)

Jetzt fehlt also nur noch der 5. Song. Ob das irgendwas aktuelles von Placebo oder oder Kaiser Chiefs sein sollte? Was altes aus NDW-Zeiten? Ein Schlager, den ich früher auf NDR2 per Cassette mitgeschnitten hatte? (Okay, für „Santa Maria von Roland Kaiser würd‘ sogar ich mich heute schämen). Eigentlich gehört ja noch was von den Ärzten oder Sportfreunde Stiller dazu. Ein Hamburg-Lied von Kettcar oder Lotto? Oder etwa was von Torfrock? Ich weiß es immer noch nicht so genau…

Der Porsche unter den Fahrrädern

Endlich mal wieder gute Nachrichten: Mein geliebter Brenabor-Drahtesel ist vom Fahrrad-Fachmagazin „Kette & Klingel“ (Ausgabe 1/2007) zum „Youngtimer des Monats“ gekürt worden. Die verdiente Würdigung eines stolzen Fahrrades, das mir schon über 20 Jahre die Treue hält. Ästhetik siegt am Ende immer. Von der 200-Euro-Prämie werde ich mir vielleicht eine neue Schaltung gönnen – seit Jahren träume ich davon, mal mehr als nur einen Gang zur Verfügung zu haben. Cool wär natürlich auch eim großer Wimpel am Hinterrad oder ein Kofferradio-Halter für den Lenker… Entdecke die Möglichkeiten!

Lauf, Forrest, lauf!

running from camera (2 seconds), originally uploaded by muggezifter.

Web2.0 lebt bekanntermaßen vom Mitmachen. Dafür muss der „Do it yourself“-Surfer aber nicht zwangsläufig ein begnadeter Künstler oder eine talentierte Edelfeder sein – was zählt, sind kleinefeine, bisweilen sogar geniale Einfälle. So wie die des holländischen Sportsfreundes, der während der 2-Sekunden-Selbstauslöser-Phase möglichst weit von seiner Kamera wegrennt. Ein Thema, viele geniale Fotos. Weil ich nicht auf so tolle Einfälle komme, langweil ich Euch derweilen weiter mit meinen Simpelst-Schnappschüssen.

(via Maastrix)

Einfach mal so weitermachen – Wider die Gemüsemafia

Celebration, originally uploaded by davebrosha.

Leicht verspätet auch hier die besten Wünsche fürs neue Jahr. Für eigene Fotos hats leider nicht gereicht (die Fontänen und Raketen aus der Familienrundumsorglospackung für 8,99 waren doch eher kümmerlich). Aber es gibt ja zum Glück noch Flickr

Tolle Neujahrsansprachen wie bei Christoph gibt’s hier leider nicht zu lesen. Um genau zu sein: Ich bin ja eher ein Verächter neujährlicher Vorsatz-Vewirrungen. Das ist doch eh nur eine Erfindung der findigen Weight-Watcher-Manager (oder wie immer der Gemüsemafia).

Denn mal ganz ehrlich: Was ich 2006 nicht gemacht hab, pack ich 2007 auch nicht mehr an. Was ich 2006 nicht aufgeben konnte, kann ich auch 2007 nicht sein lassen. Wofür mir 2006 der Mut fehlte, trau ich mich auch 2007 nicht. Deswegen der einzig wahre Vorsatz für jedes Jahr: Einfach mal ehrlicher zu sich selber sein und zu den eigenen Schwächen stehen. Amen!