Monatsarchiv: April 2007

Der mit der Nudel spielt

Was ein schöner Abend: Mit drei guten Kumpels im Hofbräuhaus. Tiefgründige Gespräche über Hochzeit, Golfbälle, Torfrock, U2, Spargelköniginnen, Alimente, Full-HD-Fernseher, Kicker-Managerliga, Diät-Türken und weitere schöne Themen. Den aufdringlichen Kellner centgenau ausgezahlt. Und wenn man mit den „Fratellis“ im Ohr gerade denkt, es kann gar nicht mehr schöner werden, gesellt sich zu Dir am Bahnsteig ein Möchtegern-Manager im Nadelstreifen-Anzug – und versucht möglichst unauffällig eine Pool-Nudel zu transportieren. Ein Bild für die Götter (zumindest, wenn man 2,5 Liter Bier in der Blutbahn hat)…

Und auch die Poolnudel-Niete sollte an diesem Abend sogar noch getoppt werden: Zuhause noch beim Zappen bei TVTotal hängengeblieben – und mich an diesem schönen Zaubertrick erfreut:

 

Was meint Ihr – ist das ein Fake? Ich glaube ja eher nicht…

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Wider die Sonnenbrillen-Mafia und Frischluft-Lobby

Kaum gibt’s mal blauen Himmel und Temperaturen über 20 Grad, kann der einfach gestrickte Bundesbürger dem Drang nicht widerstehen und muss gerade am Wochenende hinaus in die freie Natur. Er treibt sich an Seen, in Cafes und öffentlichen Grünanlagen herum und geht damit den reißerischen Verheißungen der Sonnenbrillen-Mafia und der Frischluft-Lobby auf dem Leim. Ich aber habe die Arschkarte gezogen bleibe als einer der Wenigen standhaft und trete völlig frustriert ebenso begeistert wie entschlossen meinen Wochenenddienst an. Während andere schamlos die Folgen des Klimawandels anbeten, halte ich die Stellung und informiere die Welt über den letzten Dreck spannende Themen wie „Pippi-Langstrumpf-Weltrekord in Hameln“ oder den „Flächenbrand im Altwarmbüchener Moor“. Während andere angrillen und mit fettem Bauchspeck ihren Cholesterin-Spiegel explodieren lassen, mach ich mir durchaus angeekelt stilvoll einen schmackhaften Meica-Würstchen-Lunch. Das muss bis 20 Uhr reichen. Wenn die letzten Sonnenstrahlen sich verabschieden, muss ich leider schon wieder mein heimeliges Büro verlassen. Ich kann mich nur den Worten meines Leidensgenossen treuen Mitstreiters Alexander anschließen: „Gutes Wetter wird auch überbewertet“.

Echte Cowboy-Romantik

Könnte mal jemand, der sich mit meinem Blog auskennt, nachschauen, ob ich dieses Video schon einmal gepostet habe? Wollte ich auf jeden Fall bestimmten Kollegen nicht vorenthalten, die keine Probleme damit haben, das Rauchen aufzugeben (und es deswegen 2 bis 3 mal im Jahr machen).

Ich war fest davon überzeugt, das Teil schon mal verlinkt zu haben, konnte es aber eben nicht wiederfinden. Vielleicht sollte ich einen SEO-Experten einstellen? Einen Blog-Wart? Jemand, der mir einfach mal das Internet erklärt?  

Randnotizen aus dem Niedergang

Wie recht ich doch mit meinem letzten Eintrag hatte. Vor einigen Wochen sprach ich vom Höhepunkt meiner Schaffenszeit – und wie es sich für einen richtigen Höhepunkt gehört, folgte anschließend der Abstieg. Sämtliche Kreativität in mir erschlaffte. Könnte natürlich auch mit der Hühnergrippe zu tun haben, die ich aus Ägypten eingeschleppt hatte. Dazu ein kleiner Dialog, der sich in der letzten Woche meines Resturlaubs im hustenden Fieberwahn abspielte:

Arzt: „Wo waren Sie denn im Urlaub?“
Ich: „In Ägypten“
Arzt: „Okay – und was haben Sie vorher an Prophylaxe gemacht?“
Ich: „Ähh, Prophylaxe? Musste man das?“
Arzt: „Okay, hier könnte man sich jetzt Sorgen machen…“

Auf diese Kommentare eines Weißgekittelten kann ich als überzeugter Hypochonder eigentlich gut verzichten. Ich hab mich zuhause aber zusammengerissen und nur einmal nach den Stichwörtern „Malaria Symptome“ gegoogelt. Fühlte mich aber nicht als Zielgruppe und besann mich auf die alte Weisheit „Was von alleine kommt, geht auch von alleine“.

Der Husten ist bis heute zwar nicht wirklich verlustig gegangen, dafür aber hat sich wie bereits angedeutet die Kreativität verabschiedet. Insofern haben die Medikamente doch was bewirkt.

In früheren Zeiten hatte ich bei plötzlich auftretenden Kreativitätsengpässen immer noch ein knuffiges Flickr-Bild posten können. Sah dann immer noch irgendwie künstlerisch wertvoll aus. Aber seitdem ich feststellen musste, dass mein Jahrhundertfoto „Take it“ (ein bildliches Fanal gegen Klimakiller und Armutsexporteure) nicht wie erwartet mit dem Preis „Pressefoto des Jahres“, sondern lediglich mit ausufernder Nichtbeachtung bedacht wurde, bin ich als ehemals überzeugter Flickr-Jünger doch vom Glauben abgefallen. In der Tat hatten die Ketzer recht – auch ich muss jetzt eingestehen: Tierbabys gehen immer.

Also weiche ich jetzt zwangsläufig auf das Feigenblättchen namens „Psycho-Test“ aus, um diesem Post noch eine inhaltliche Wendung zu geben. Habe nämlich bei der Kollegin Konradi das coole Analyse-Tool „Welcher Peanuts-Charakter bist Du?“ entdeckt. Das Ding scheint wirklich was zu taugen – schließlich ist richtig diagnostiziert worden, dass ich Charlie Brown himself bin. Damit ist eigentlich alles gesagt…

Charlie Brown