Archiv der Kategorie: Urlaub

Zur Abwechslung mal was sinnvolles

Tag zwei des resturlauberischen Lotterlebens. Ich muss ja gestehen: Mir wird auch bei der geringsten Aktivitätsrate verbunden mit dem denkbar niedrigstem Aufregungsfaktor nie nicht langweilig. Wahrscheinlich könnte ich den ganzen Tag nur aus dem Fenster gucken und würde mich trotzdem noch voller Zufriedenheit darauf freuen, morgen dasselbe noch mal zu machen. Komischerweise hatte ich gestern Morgen trotzdem das Gefühl, dass es nicht der perfekte Start in den Tag ist, lange im Bett zu bleiben und mit „Malcom mittendrin“ sowie „Scrubs“ die schon leicht trockenen Rosinen aus dem Früh-Fernseh-Angebot zu picken. Das soll schon alles gewesen sein? Gibt es da draußen nicht mehr, dass sich lohnt zu entdecken? Deswegen habe ich heute mal was neues ausprobiert und hab zusätzlich auch noch „Spongebob“ genossen. DAS ist Resturlaub nach meinem Geschmack!

Apropos: Ich bin ja kurz davor, mir ein neues Hobby anzulegen.   Wer könnte dieser Verlockung widerstehen?

SpongebobSpongebobSpongebobSpongebobSpongebob

ICH WILL AUCH SO EIN AQUARIUM!!!!

So, und jetzt muss ich weitermachen. Hab mir vorgenommen, die nächsten Resturlaubstage der Fortbildung zu widmen. Ich werde mich zurückziehen und studieren, wie ich meine Kompetenzfelder in Sachen „Command & Conquer 3 – Tiberium Wars“ qualitativ verbessern kann. Denn ich muss mal ganz ehrlich zugeben: Ich habe keinen Skill!

 Edit 29.03.:

Und da hatte ich tatsächlich zwischenzeitlich die Angst gehabt, ich hätte meinen Resturlaub sinnlos verplempert… aber heute hat sich die Zeit der Entbehrung, die Qual des Trainings und das Studium der Kriegstaktiken von Nero bis Napoleon doch noch ausgezahlt. Mein Erzfeind, der hinterlistige Dr. C. sah schlechter aus als Tim Wiese in Glasgow und hat im Staub liegend das neue Zeitalter des Obernerds Weltenherrscher Rollinho begrüßen dürfen. Mission accomplishend – Aktion Bildungsurlaub mit Erfolg abgeschlossen: Ich hab doch endlich etwas Skill!

cc3-gewónnen

 

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Reisebericht Cancun: Vorsicht, bissige Affen am Strand!

Wenns für Ängste Geld geben würde, könnte ich jeden Tag mit Champagner meinen Rasen sprengen und mit Kaviar meine Reifen flicken. Ganz schlimm sind ja meine Panikattacken beim Arztbesuch. Von überdimensionierten Spritzen fang ich hier gar nicht erst an. Ich krieg ja schon beim Anblick einer Blutdruckmanschette Schweißausbrüche, beim Pulsmessen halt so richtig Puls. Und wie es sich für einen ordentlichen Profi-Schisser gehört, hab ich natürlich auch Flugangst. Wie passend, dass ich Anfang November gen Kalifornien abhebe…

Und eine Angst-Neurose wird auch erst dann richtig schön, wenn man sie schon vor dem eigentlichen Happening intensivst ausleben kann. Also träume ich schon seit einigen Wochen regelmäßig von bizarren Fernreisen voller traumatischer Erlebnisse. Heute nacht war’s aber zur Abwechslung mal ganz schön, ich war zu Gast in Cancun. Ich kann die Reise nach Mexiko wirklich wärmstens empfehlen: Tolle Strände, kräftige Brandung, nette Lokale und mit dem Bus lässt sich das von Adlern dominierte Hinterland günstig und einfach erkunden. Lediglich der militärische Absperrzaun um unsere Ferienanlage und die teilweise recht aggressiven Affen am Strand fielen mir negativ auf. Ich hab leider den genauen Namen meines Resorts nicht erträumen können, sonst hätte ich die vielen kleinen Details wie das Badezimmer mit den zwei Türen ausführlichst bei holidaycheck beschrieben.

Eigentlich brauch ich gar nicht mehr richtig in den Urlaub fahren; mein Traum war so intensiv – ich fühlte mich am Morgen richtig erholt. Dabei hätte ich mich selbst im Schlaf eigentlich wundern sollen, dass ich dort zufällig auf einen alten Studienkumpel traf, dessen letzter Großurlaub eine halbtägige Butterfahrt nach Dänemark war… aber ich war wohl zu sehr damit beschäftigt, vor den Bissen der Affen in die rettende Brandung zu fliehen…

Randnotizen aus dem Niedergang

Wie recht ich doch mit meinem letzten Eintrag hatte. Vor einigen Wochen sprach ich vom Höhepunkt meiner Schaffenszeit – und wie es sich für einen richtigen Höhepunkt gehört, folgte anschließend der Abstieg. Sämtliche Kreativität in mir erschlaffte. Könnte natürlich auch mit der Hühnergrippe zu tun haben, die ich aus Ägypten eingeschleppt hatte. Dazu ein kleiner Dialog, der sich in der letzten Woche meines Resturlaubs im hustenden Fieberwahn abspielte:

Arzt: „Wo waren Sie denn im Urlaub?“
Ich: „In Ägypten“
Arzt: „Okay – und was haben Sie vorher an Prophylaxe gemacht?“
Ich: „Ähh, Prophylaxe? Musste man das?“
Arzt: „Okay, hier könnte man sich jetzt Sorgen machen…“

Auf diese Kommentare eines Weißgekittelten kann ich als überzeugter Hypochonder eigentlich gut verzichten. Ich hab mich zuhause aber zusammengerissen und nur einmal nach den Stichwörtern „Malaria Symptome“ gegoogelt. Fühlte mich aber nicht als Zielgruppe und besann mich auf die alte Weisheit „Was von alleine kommt, geht auch von alleine“.

Der Husten ist bis heute zwar nicht wirklich verlustig gegangen, dafür aber hat sich wie bereits angedeutet die Kreativität verabschiedet. Insofern haben die Medikamente doch was bewirkt.

In früheren Zeiten hatte ich bei plötzlich auftretenden Kreativitätsengpässen immer noch ein knuffiges Flickr-Bild posten können. Sah dann immer noch irgendwie künstlerisch wertvoll aus. Aber seitdem ich feststellen musste, dass mein Jahrhundertfoto „Take it“ (ein bildliches Fanal gegen Klimakiller und Armutsexporteure) nicht wie erwartet mit dem Preis „Pressefoto des Jahres“, sondern lediglich mit ausufernder Nichtbeachtung bedacht wurde, bin ich als ehemals überzeugter Flickr-Jünger doch vom Glauben abgefallen. In der Tat hatten die Ketzer recht – auch ich muss jetzt eingestehen: Tierbabys gehen immer.

Also weiche ich jetzt zwangsläufig auf das Feigenblättchen namens „Psycho-Test“ aus, um diesem Post noch eine inhaltliche Wendung zu geben. Habe nämlich bei der Kollegin Konradi das coole Analyse-Tool „Welcher Peanuts-Charakter bist Du?“ entdeckt. Das Ding scheint wirklich was zu taugen – schließlich ist richtig diagnostiziert worden, dass ich Charlie Brown himself bin. Damit ist eigentlich alles gesagt…

Charlie Brown

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin – Snow Patrol sei dank

So, noch mal ein kleiner Nachtrag zum gelungenen Berlin-Wochenende. Wir waren zuletzt ja öfters mal in der Hauptstadt, richtig packen konnte mich Berlin bislang aber nicht so recht. Diesmal wars aber gar nich mal so schlecht richtig knorke!  Anlass des Wochenendausflugs City-Trips war das Konzert von Snow Patrol in der Columbiahalle (in etwa vergleichbar mit der Großen Freiheit in Hamburg). Obwohl ich vorher eigentlich nicht allzu viel erwartet hatte, war ich hinterher doch arg begeistert… eines der besten Konzerte der letzten Zeit, um Längen besser als zum Beispiel Placebo in der Sporthalle. Super Songauswahl und gut aufgelegte Musiker mit einem unglaublichen Gary Lightbody, der mit seiner Stimme die meisten Möchtegernstars locker an die Wand singt. Schummelschumidaumen nach oben!

Aber auch der Rest des Wochenendes braucht sich nicht zu verstecken. Gutes Hotel Nähe Nikolaiviertel (wobei ich die vier Sterne nicht ganz nachvollziehen konnte), spannender Ägypten-Ausflug ins Alte Museum, Promi-Sichten am Roten Teppich der Berlinale, Treffen mit altem Studienkollegen – und viel viel leckeres (und vor allem preiswertes!) Essen. Zur Vorbereitung eines Städtetrips kann ich übrigens noch die zweinullige Seite qipe.de (Dank an Alex für den Tipp!) ans Herz legen, in der sich (nicht nur) Touristen mehr oder weniger geheime Geheimtipps für Bars, Restaurants, Clubs und andere Locations empfehlen lassen können. So bin ich zum Beispiel auf das Cafe „Kakao“ in der Dunckerstraße gestoßen, in der es den wohl leckersten Kakao der Republik gibt (kein Kakaopulver, sondern richtig aufgelöste Schokolade). Alles in allem: Trotz des miesen Wetters endlich mal ein Berlin-Wochenende, an das man sich gerne erinnert.

Berlinale-Foto

Das nahende Ende von Web2.0



Empire State sepia, originally uploaded by Rollinho.

Tja, man kann heutzutage ja nicht mal mehr Praline oder Coupé aufschlagen, ohne dass man neues vom Web2.0-Boom und den neuen Internet-Millionären lesen muss. Doch der aufmerksame Beobachter wird seit längerem Zweifel an der Web2.0-Zukunft haben… auffälligstes Anzeichen: Der Blog des talentierten Herrn Rollinho wird nicht mehr gepflegt.

Doch da ich nicht schuld sein will, wenn die Blase platzt (und damit die ganzen Google-Bewerbungen meiner AOL-Kollegen obsolet werden), will ich mal versuchen, meine Schreibblockade zu überwinden und wieder ein paar kleine Nebensächlichkeiten zu posten.

Was ist in den letzten Wochen so alles passiert? Heftig viel… so viel, dass ich eigentlich gar keine Lust verspüre, alles im Detail noch mal aufzuarbeiten… deswegen mach ich’s mal minimalistisch:
Urlaub in USA und Kanada – einfach genial! Fotos gibt’s bei Flickr.
Jobwechsel: Aus AOL wird NDR. Headhunter dürfen sich aber weiterhin melden!
Neue Berufung: Neuerdings bei Battlefield2 als Supporter unterwegs – aber Ulli werde ich wohl nicht mehr lange standhalten
Abstiegskampf: Der HSV mischt jetzt mal unten mit!
Lecker: Endlich gibt’s wieder Marzipanbrote. Weihnachten kommt 😉

Size does matter!

Apropos lang:

Eine alte, von mir stets unterstützte These findet Bestätigung: Es kommt doch auf die Größe an! Zu groß gibt es gar nicht, so das Fazit der Kreuzfahrt mit der "Voyager of the seas". Schiff, Suite, Balkon – alles im XXL-Format.
Groß also gleich gut… aber es gilt auch: voll gleich ziemlich nervig. Egal ob am Buffet oder am Pool – alle anderen sind immer schon da. Dabei könnten sie doch auch irgendwo anders sein – z.B. auf der Minigolf-Anlage auf Deck 12, auf der Eisbahn auf Deck 3 oder im Fitnessraum auf Deck 10… aber nein, Silberrücken und junges Gemüse kannte nur Pool und Buffet, Buffet und Pool. Schön, wenn man da für umme eine Junior-Suite spendiert bekommen hat und das Mittelmeer windgeschützt auf dem eigenen Balkon genießen kann…

Wir cruisen

Apropos langweilig:

Mancher Zeitgenosse und Pidel aus Kiel findet ja eine Kreuzfahrt ähnlich prickelnd wie eine Nachtwanderung rund um die Jugendherberge von Bad Segeberg. Umso mehr ein Grund für mich, die Koffer für die mittlerweile zweite Kreuzfahrt zu packen. Nach dem Trip mit der MS Flamenco (Kenner wissen: das original "Loveboat" aus der US-Serie) gen St. Petersburg stechen wir diesmal von Barcelona aus in See und bereisen das westliche Mittelmeer. Da das Loveboat mittlerweile wahrscheinlich nur noch Bananen aus Costa Rica verschifft, musste ein neues, standesgemäßes Wasserfahrzeug her. Und so darf sich die "Voyager of the seas" freuen, uns zu beherbergen. Dürfte ein knallbuntes Vergnügen werden, wie die Webcam von der Promenade erahnen lässt:

webcam

Der Herr Wikipedia ist übrigens mit dem Kahn auch schon mal mitgefahren.